Die Familie von Plato ist ein altes hannoverisches Adelsgeschlecht, das dem Lüneburger Uradel des Wendlandes entstammt. Ihr Stammsitz befindet sich in Grabow bei Lüchow, Niedersachsen. Seit dem Jahr 1143 ist der Besitz der Familie im Landkreis Lüchow-Dannenberg nachweisbar. Im Jahr 1702 wurde der Besitz in das Obergut und das Untergut Grabow geteilt. Das Untergut wird bis heute von der Familie bewohnt, während das Obergut mit seinem 1912 erbauten Herrenhaus heute als Schullandheim genutzt wird.
Entwicklung seit 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Familie von Plato ihre Besitzungen in Grabow erhalten. Das Untergut blieb im Familienbesitz von Blottnitz und wird weiterhin bewohnt. Das Obergut wurde hingegen einer öffentlichen Nutzung zugeführt und dient heute als Schullandheim.
Ein bedeutendes Familienmitglied in der Nachkriegszeit war Generalleutnant Anton Detlev von Plato (1910–2001). Er war der Sohn des Rittergutsbesitzers Eberhard von Plato und wurde in Grabow geboren. Nach einer militärischen Karriere in der Reichswehr und Wehrmacht trat er 1955 in die neu gegründete Bundeswehr ein und erreichte den Rang eines Generalleutnants. Er war unter anderem Befehlshaber des Kommandos Territoriale Verteidigung und schied 1970 aus dem aktiven Dienst aus.
Ein weiteres prominentes Familienmitglied ist der Historiker Hans-Alexander von Plato (* 1942), Sohn von Ernst-August von Plato und Elisabeth, geb. Gräfin Hardenberg. Er wuchs auf dem Familiengut in Grabow auf und wurde bekannt durch seine Arbeiten im Bereich der Oral History. Er gründete das Institut für Geschichte und Biographie an der FernUniversität in Hagen und war international tätig, unter anderem als Gastprofessor in Wien und Winnipeg.
Erbfolge
Die Erbfolge innerhalb der Familie von Plato folgt der traditionellen Primogenitur, bei der der Besitz in der männlichen Linie weitergegeben wird. Nach dem Tod von Eberhard von Plato im Jahr 1941 ging das Gut an seinen Sohn Anton Detlev von Plato über. Nach dessen Tod im Jahr 2001 ist nicht öffentlich dokumentiert, wer das Erbe antrat. Es ist jedoch bekannt, dass das Untergut weiterhin von der Familie bewohnt wird. Die genauen Details der Erbfolge sind in öffentlich zugänglichen Quellen nicht verzeichnet.
Kulturelles Erbe
Die Familie von Plato hat ihr kulturelles Erbe bewahrt. Der Friedhof der Familie befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Burg Grabow. Bis 2016 hatte die Familie das Patronat über die St.-Marien-Kirche in Plate inne, das dann an die Familie von Blottnitz überging.
Für detailliertere genealogische Informationen könnten das Genealogische Handbuch des Adels oder das Gothaische genealogische Taschenbuch der adeligen Häuser konsultiert werden.